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Donnerstag, 6. Dezember 2012

Reisen... Die Philippinen Teil 3



Ein letztes Mal will ich ein paar Eindrücke von den Philippinen aufschreiben.
Wie ja schon mehrfach in meinen vorigen Beiträgen erwähnt, hab ich meine kleine Trauminsel gefunden! wunderwunderwunderschön! :)

Mein Couchsurfing Host hat ein traumhaftes Ambiente für seine Couchsurfer geschaffen, auf seinem kleinen, wild bewachsenen Grundstück stehen zwei Hütten aus Bambus, die teilweise sehr offen gehalten sind. Dort hat er 7 größere Betten, kann also etwa 14 Couchsurfer gleichzeitig bei sich übernachten lassen.
Er ist auch unglaublich freundlich und hat für uns, bzw für mich, da ich meistens die einzige war, die so früh am Morgen schon wach war, Frühstück mitgemacht. Da er sehr gesund lebt, bestand das Frühstück häufig aus frisch geraspelter Kokosnuss mit Muscabo (einem Roh-Zucker, der eine lecker karamellige Note hat und den man hier bei uns in Deutschland auch kaufen kann) und dazu noch verschiedene andere Früchte, meistens aber auf jeden Fall kleine Bananen dazu (die teilweise aus seinem Garten gepflückt waren! ), Papaya, Passionsfrüchten, Mangos (alles aus seinem Garten) oder Drachenfrüchten etc. Es war sehr lecker... ich glaube so gesund hatte ich mich schon lange nicht mehr ernährt! :)

Hier ein paar Bilder von seiner Hütte und seinem Garten:




gerade neu gebaute Hütte




Frühstück 


Mein Host hat mich vom Flughafen abgeholt und bei ihm zuhause waren ein paar Freunde von ihm, die so etwas wie Kokosnuss-wein dabei hatten und dann haben wir den Nachmittag damit verbracht nett beieinander zu sitzen, zu reden und zu jammen. Musik ist auf den Philippinen sehr wichtig und fast jeder kann wirklich gut singen, so auch mein Host. 

Am nächsten Tag haben wir (ich und das deutsche Paar) uns ein paar Motorroller ausgeliehen und unser Host hat uns einen traumhaften, einsamen Strand gezeigt, an dem außer uns nur ein paar Fischerfamilien waren, die dort leben.
Dort ist unser Host auf eine Kokospalme geklettert und hat uns frische, junge Kokosnüsse gepflückt... Bis zu dem Zeitpunkt wusste ich gar nicht, dass man Kokosnüsse in unterschiedlichen Reifegraden verzehren kann.. Die braunen Kokosnüsse, die wir hier kennen, zählen auf den Philippinen zu "alt" und werden nur noch zur Verarbeitung von Kokosmilch oder für Kokosraspel genommen. 
Direkt gegessen und getrunken wird der Saft und das Fleisch der jungen, noch grünen Kokosnuss.. hier ist das Fleisch auch nicht so hart und so dick, wie wir es kennen, sondern eine recht dünne und weiche Schicht.
Wir haben uns gefühlt wie im Paradies!




Man kann auf der Insel auch einiges unternehmen.. Es werden Ausflüge zu kleineren Inseln Angeboten 

traumhaft schöne Strände
  oder man kann auch eins der 7 Naturwunder besichtigen, einen unterirdischen Fluss. Dieser befindet sich in einem Naturschutzgebiet und auch dort war es wunderschön idyllisch!


Wo man auch hingekommen ist, hat man oftmals unberührte oder geschützte Natur (dank dem sehr klugen Bürgermeister wird hier Naturschutz und Ressourcenschonung noch groß geschrieben!) gesehen, kein Massentourismus und große Hotels und auch die Bewohner sind sehr freundlich und hilfsbereit! 
Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt unsicher, unwohl oder allein gefühlt. 
Auch als ich bei den Ausflügen der einzige "Ausländer" unter den Philippinen war, wurde sich immer gut um mich gekümmert, sie waren interessiert an mir, meinen Erlebnissen und meiner Heimat.

Ich habe bisher an keinem anderen Ort der Welt einen solchen inneren Frieden empfunden, was natürlich nicht nur am Ort sondern auch an den Menschen lag.
Für mich steht daher fest, dass ich auf jeden Fall wieder hin fahre! 
Mein kleiner Freund hier freut sich auch schon drauf ;-)


Noch ein kulinarisches Highlight ;-) 
Auf den Philippinen, aber auch in anderen asiatischen Ländern, verspeist man gerne Balut.. das sind halb ausgebrütete und gekochte Enteneier. Ich habe es nicht probiert, aber mein Tauchlehrer wollte es mir demonstrieren und mich davon überzeugen... Ich finde das zwar auch alles andere als appetitlich, aber man sollte dennoch nicht über diese Kulturen urteilen... andere Länder, andere Sitten! 

Balut 


Freitag, 9. November 2012

Reisen.... Die Philippinen, Teil 2 - Diving the Philippines

Ab hier geht es jetzt um mein Paradies. Ich habe mich noch nie in meinem so entspannt, so friedlich und so glücklich gefühlt, wie auf dieser Insel. 
Die Menschen sind so unglaublich freundlich (wie schon berichtet sprechen die meisten Menschen auf den Philippinen Englisch, daher gab es so gut wie nie Verständigungsprobleme). Mir hat es dort so gut gefallen, dass mein nächster Trip dorthin schon in Planung ist ;-)

Es finden nur sehr wenige Touristen auf die Insel, was mich aber nicht im geringsten gestört hat.
Auch hier habe ich Couchsurfing gemacht und habe bei meinem Gastgeber am Anfang zusammen mit einem deutschen Paar übernachtet, dann war noch ein Malteser da, der aber die meiste Zeit auf einer Farm gearbeitet hat, für 2 Nächte war ein isreal-stämmiger, guatemala geborener Amerikaner da und kurz vor meiner Abreise kamen noch 2 Polen an. In der Stadt selbst habe ich gelegentlich ein paar Touristen gesehen, aber bei weitem nicht so viele, wie ich ein paar Tage vorher noch in Hong Kong erlebt hatte. 

Es war also absolut traumhaft!!!

Da ich während der Regenzeit dort war, hat es sehr viel geregnet (bei den Temperaturen hat man aber definitiv kein Problem damit, sich auch bei Regen draußen aufzuhalten und nass zu werden, zumal es meistens nur kurze, starke Schauer waren. Das was unter anderem ein Grund, warum ich auf meiner paradiesischen Insel oft tauchen war. Vor ein paar Jahren hatte ich schon mal das Glück und war in Ägypten tauchen, auf den Philippinen habe ich dann jetzt meine Advanced Diver Licence gemacht und kann ab sofort weltweit in jedem Tauchgebiet tauchen. Ich hatte einen wahnsinnig lustigen und tollen Tauchlehrer und mein Couchsurfing Gastgeber selbst ist auch ein Divemaster, das heißt er ist auch öfters mal mit tauchen gegangen. 
Ich hatte insgesamt etwa 12 Tauchgänge und war kein einziges Mal an der gleichen Stelle und überall gab es Schönes zu entdecken!
Da es schwer ist, die Unterwasserwelt in Worte zu fassen, hier ein paar Bilder von Fischen und beeindruckenden Korallen! 
(ich habe manchmal ein Schlückchen Meerwasser zu mir genommen, als ich unter Wasser nicht aus dem Staunen raus gekommen bin und tatsächlich "wow, wow, wow" gesagt habe... keine gute Idee mit einem Regulator im Mund ;-) )

Hier zunächst noch ein Bild von unserem kleinen Boot und dem Bootsführer.... (auf dem Boot waren 2 Bootsführer, mein Tauchlehrer und seine Frau und ich... mega!! ) 




und dann ging es runter auf etwa 25 Meter








Froschfisch (wohl einer der häßlichsten Fische, den ich je gesehen habe... ) 





unter mir mein netter Couchsurfing Host 


ich hab Nemo gefunden :)


Feuerfisch


Fusilierfische


Sea Pen Coral

Seesterne

Sea Slug



Tauchen gehört für mich zu den schönsten Erlebnissen überhaupt! Man ist schwerelos unter Wasser und wird von einzigartigen Eindrücken förmlich erschlagen. Ich wusste nie wo ich als nächstes hinschauen soll. 
Es gab auch ein paar Erlebnisse, die ich wohl nie in meinem Leben vergessen werde und die unglaublich waren. Zum einen, dass ich einen Black Tip Hai gesehen hab, der sich nicht von uns hat stören lassen und um uns herum geschwommen ist und als wir Wasserschildkröten gesehen haben. Ich war beeindruckt. 
Ein Tauchgang fand Nachts bzw Spätabends statt. Anfangs war ich ein wenig nervös und ängstlich, unter Wasser ist es ja dann stockdunkel und man sieht gar nichts. Man hat natürlich Taschenlampen dabei und durch den Lichtstrahl ist der Blick sehr fokussiert und man nimmt die Eindrücke und Bilder viel intensiver auf. Ein Highlight des Abends war, als wir uns auf den Boden gekniet haben, Lampen aus und mit den Armen gewackelt... Plankton ist fluoreszierend und hat überall um uns herum hell geleuchtet. Ich hab mich wie im Weltall gefühlt!! 
Traumhaft!! :) 




Samstag, 3. November 2012

Reisen.... Die Philippinen, Teil 1: Manila





Ich schwelge immer noch in meinen Urlaubgserinnerungen und habe sooo unglaubliches Fernweh!
Eine weitere Station meiner Reisen waren die Philippinen.
Ich muss gestehen, dass ich vor meiner Reise so gut wie gar nichts über die Philippinen gewusst habe. Ich bin dort gelandet, weil ich geschaut habe, welche Ziele ich gut und vor allem günstig von Hong Kong erreichen kann.
Einige Tage vor meiner Reise war ich sogar kurz davor den Trip auf die Philippinen zu canceln, weil gerade gerade eine Tsunami Warnung für Indonesien und die Philippinen heraus gegeben wurde..
Aber ich bin dann doch geflogen und bin so unglaublich froh und glücklich, dass ich es getan habe!
Auf der Insel, wo ich 10 Tage verbracht habe, habe ich mein Paradies gefunden! So etwas wunderschönes und friedliches habe ich noch nie erlebt und ich bin jeden Morgen mit einem Lächeln aufgewacht und mir habe mir gedacht, wie glücklich ich mich schätzen kann.

Wenn ihr Fragen oder Anmerkungen habt, meldet euch einfach :)


Zunächst mal ein paar Informationen über die Philippinen:

Die Philippinen bestehen aus insgesamt 7107 Inseln, von denen 3144 mit einem Namen benannt und etwa 880 bewohnt sind. Die Gesamtbevölkerung liegt laut Zählung aus dem Jahr 2010 bei 92.337.852 Einwohnern. Offizielle Amtssprache ist Tagalog, aber (was mich persönlich total erstaunt hat) der Großteil der Bevölkerung spricht Englisch. Dies liegt neben der britischen Kolonialisierung, unter anderem am Amerikanischen Einfluss der letzten Dekaden (die Philippinen waren und sind eine wichtige Militärstation der Amerikaner, bis in die 90er Jahre waren sie dort stationiert und haben großen Einfluss auf die Bevölkerung gehabt).
Die Philippinen standen seit je her unter kolonialen Einflüssen und sind von Spanien und England geprägt.   80% der Bevölkerung gehört dem römisch-katholischen Glauben an, spanische und englische Begriffe sind auch in der offiziellen Amtssprache verwurzelt.
In Manila, der Hauptstadt der Philippinen, kann man noch spanische Kolonialbauten innerhalb der "Intramuros" besichtigen.

Das Klima auf den Philippinen ist tropisch und viele Inseln haben 2 Jahreszeiten: Sommer und Regenzeit. In manchen Gebieten ist ein guter Insektenschutz immens wichtig, da es Gebiete gibt, die ein sehr hohes Malariarisiko haben.
Da ich mich erst sehr kurzfristig (von Peking aus) für die Philippinen entschieden habe, hatte ich keine Möglichkeit mir eine Malariaprophilaxe zu besorgen. Stattdessen habe ich mich mit einem sehr guten Insektenblocker eingedeckt und habe die Zeit auch gesund überstanden! :)

So, nun ein paar persönliche Eindrücke.
Ich bin von Hong Kong erst mal nach Manila geflogen. Dort hatte ich eine Nacht geplant, denn am nächsten Tag ging mein Flug weiter. Von Manila hatte ich im Vorfeld nur schlechtes gehört und war daher ein wenig skeptisch was mich dort erwarten wird. In Manila hatte ich auch die erste Erfahrung mit Couchsurfing. Eigentlich wollte ich mich nur informieren, wie ich vom internationalen Flughafen Clark nach Metro Manila komme (von wo aus mein Flug am nächsten Tag ging) und durch Informationsaustausch habe ich ein nettes philippinisches Paar (Mark und Sheela) kennen gelernt, die auch neu bei Couchsurfing waren und die mir angeboten haben, dass ich bei ihnen übernachten kann. Ich muss zugeben, ein wenig aufgeregt war ich schon.
Mark war so nett und hat mich in Clark abgeholt und mir dann sehr viel über die Philippinen erzählt. Als Kulturwissenschaftlerin war ich unheimlich froh über diese Gelegenheit. Man erfährt so viel von den Einheimischen Menschen, als man selbst heraus finden würde. An diesem Tag hat es sehr stark geregnet (ich war während der Regenzeit da und zu dem Zeitpunkt ist gerade auch ein Taifun über die Philippinen gezogen), also haben wir eine Rundfahrt mit dem Auto durch die Stadt gemacht. Er hat mir sehr viel gezeigt und wir haben auch in den "Intramuros" angehalten, einer alten erhaltenen spanischen Kolonialsiedlung mit einer wunderschönen Kirche und einem nationalen Denkmal, das jeder Pinoy (Bezeichnung für die Philippinos) gesehen haben muss. Hier hat sich der Nationalheld seinem Martyrium hingegeben und wurde hingerichtet.  Abends haben die beiden mich dann in ein typisches pinoy Restaurant mitgenommen und sehr leckere Sachen bestellt, die ich vermutlich auch selbst nie bestellt hätte...
Kirche in Intramuros

Öffentliches Verkehrsmittel: ein Jeepney

Jose Rizal, der Nationalheld

Blick von Intramuros aus eins der Ghettos

Intramuros


Leckeres Abendessen


Manila hat ein paar sehr schöne Ecken, aber auch ein paar Gegenden, die man als Tourist und vor allem als alleinreisende Frau, nicht betreten sollte. Wenn es sich vermeiden lässt, sollte man Abends im Dunkeln nicht mehr allein durch die Straßen gehen und sich auch nur auf belebten Straßen aufhalten. Ich gehöre nicht zu der Sorte Mensch die übervorsichtig und ängstlich ist (manche würden mich da vielleicht eher als naiv bezeichnen). Aber ich denke, wenn man seinen gesunden Menschenverstand benutzt, dann kann man an sich nichts Falsch machen ;) 
Meine Gastgeber haben mir schon gesagt, wenn ich alleine im Auto sitze, sollte ich lieber die Türen absperren. Oder am Flughafen Clark hatte mir eine nette Dame Gesellschaft geleistet, bis Mark da war um mich abzuholen. Sie meinte, gerade als blonde junge Frau muss man nichts riskieren. 
In Manila habe ich aber auch alleine ein paar nette Plätzchen gefunden, die Mark mir empfohlen hatte. Auf jeden Fall vorher informieren und erkundigen!!

 Ich bin sehr froh über die Couchsurfing Erfahrung, denn die beiden haben mir viel gezeigt und viel erzählt. 
Am Ende meiner Zeit auf den Philippinen habe ich wieder eine Nacht bei den beiden verbracht und hatte das Vergnügen auch die Familien kennen zulernen. Ich habe auf meiner gesamten Reise keine so netten und herzlichen Menschen wie auf den Philippinen kennen gelernt.  Hier noch ein paar Bilder vom letzten Tag in Manila.

Für mich steht fest, ich komme auf jeden Fall wieder! :)
gegrillte Aubergine (selbst für mich als Auberginen Hasser total lecker!)

Adobo

Reis mit Krabbenfett

Turon

Turon 

Halo- Halo

noch ein Jeepney